Über Thilo Fuchs

Thilo Fuchs · Über mich

Zwischen Fürsorge, Freiheit und Fantasie.

Ich schreibe, entwickle Musik und arbeite mit Fotografie als künstlerischem Ausdrucksmittel. Meine Projekte laden dazu ein, Gewohntes neu zu betrachten. Im Mittelpunkt stehen für mich Würde, Selbstbestimmung, Vielfalt und die Frage, wie frei ein Mensch wirklich sein kann, wenn Scham, Erwartungen und starre Normen sein Leben bestimmen.

Porträt von Thilo Fuchs vor dunkelviolettem Hintergrund mit goldenem Motiv
Mich interessiert nicht der normierte Mensch. Mich interessiert der wirkliche Mensch.

Wer ich bin

Viele Wege, eine Haltung.

Ich lebe in Nassau im Rhein-Lahn-Kreis. Hauptberuflich arbeite ich als staatlich anerkannter Heilerziehungspfleger. In dieser Arbeit geht es für mich nicht darum, Menschen an ein vorgegebenes Bild anzupassen. Es geht um personenzentrierte Begleitung, soziale Teilhabe, Beziehung, Schutz und darum, vorhandene Fähigkeiten ebenso ernst zu nehmen wie individuelle Grenzen.

Neben meinem Hauptberuf bin ich Autor, Herausgeber und Projektinitiator. Literatur, Musik und künstlerische Fotografie sind die Ausdrucksformen meines eigenen Schaffens. In dokumentarischen Projekten ergänze ich diese Arbeit durch Recherche und persönliche Gespräche. Als Mitglied im Deutschen Verband der Pressejournalisten verbinde ich kreative Ideen mit Interviews, Recherche, Gesprächen und dem Interesse an wirklichen Lebensgeschichten.

Mitglied im Deutschen Verband der Pressejournalisten (DVPJ) – Journalist

Mein Weg

Menschen verstehen. Systeme ordnen. Ausdruck finden.


Bevor ich in die Heilerziehungspflege wechselte, arbeitete ich viele Jahre in IT, Anwendungstechnik, technischem Support, Datenmanagement und Projektarbeit. Auf den ersten Blick scheinen Technik und soziale Arbeit weit auseinanderzuliegen. Für mich gehören sie zusammen: genau zuhören, komplexe Zusammenhänge erkennen, Verantwortung übernehmen und Lösungen finden, die nicht nur theoretisch funktionieren, sondern Menschen wirklich helfen.

Diese Verbindung prägt auch meine kreative Arbeit. Ich denke gerne strukturiert, ohne die Fantasie einzuengen. Ich plane sorgfältig, ohne Begegnungen zu kontrollieren. Und ich nutze digitale Möglichkeiten, ohne den Menschen hinter Daten, Reichweite oder Technik verschwinden zu lassen.

Technik hat mich gelehrt, Systeme zu verstehen. Die Heilerziehungspflege erinnert mich täglich daran, den einzelnen Menschen nicht hinter einem System verschwinden zu lassen.

Lustria-Symbol in Violett und Gold

Beruflicher Weg

Menschen begleiten. Systeme verstehen. Verantwortung übernehmen.

Mein Berufsweg verbindet soziale Fachlichkeit, technische Kompetenz, Organisation und kreative Gestaltung. Ich habe Systeme aufgebaut, Projekte koordiniert, Menschen beraten, Teams und Personal mitverantwortet – und mich bewusst dafür entschieden, meine Erfahrung heute in die Begleitung von Menschen einzubringen.

Soziale FachlichkeitStaatlich anerkannter Heilerziehungspfleger und Fachkraft
Technische GrundlageInformations- und Telekommunikationssystem-Kaufmann
VerantwortungLeitung, Projektarbeit, Personal, Kommunikation und Organisation

Stationen, die mich geprägt haben

2004–2007

Ausbildung zum Informations- und Telekommunikationssystem-Kaufmann

Ausbildung bei Schlaadt Plastics, am 22. Juni 2007 mit der Gesamtnote 1,1 abgeschlossen. Bereits 2005 erwarb ich zusätzlich die Fachhochschulreife.

2007–2016

Anwendungstechnik, Daten und Projekte

Als Sachbearbeiter in der Anwendungstechnik bei Schlaadt Plastics beziehungsweise ProRap verband ich technische Kalkulation, Werkzeugverwaltung, Einkauf, Datenmanagement, Qualitätsprozesse, Kundenkommunikation und Projektarbeit. Dazu kamen die Betreuung von Abmusterungen und Auszubildenden sowie der Aufbau neuer Datenverwaltungen.

2016–2017

Technik und Support

Bei PosBill unterstützte ich Vertriebspartner und Endkunden bei Hard- und Softwarefragen rund um Kassen- und Hotelsysteme – telefonisch, per Fernwartung und bei der Konfiguration kompletter Kundensysteme.

Seit 2017

Begleitung von Menschen bei der Stiftung Scheuern

Mein bewusster Wechsel in die Behindertenhilfe führte mich von der Gruppenbetreuung über Einzelfallhilfe und Tagesförderung bis zur heutigen Tätigkeit als Fachkraft. Pflege, Betreuung, Bezugsarbeit, Teilhabe und personenzentrierte Unterstützung gehören ebenso zu meiner Erfahrung wie Sicherheits- und Brandschutzaufgaben.

2023–2026

Berufsbegleitende Ausbildung zum Heilerziehungspfleger

Die Ausbildung an der BBS Boppard schloss ich 2026 mit der Note 1,8 ab. Für meine herausragenden Leistungen während der Ausbildung wurde ich von der Schulleitung ausgezeichnet. Seit dem 3. Juni 2026 arbeite ich als staatlich anerkannter Heilerziehungspfleger und Fachkraft.

Ausgewählte Zusatzqualifikationen

  • Fernlehrgang Kindererziehung, Abschlussnote 1,0
  • Palliative Praxis und heilpädagogische Grundlagen
  • Professionelles Deeskalationsmanagement
  • Sexualität und Behinderung – Grundlagen und Aufbau
  • Medikamentenlehre sowie Aufsichtspflicht und Haftung
  • Sicherheitsbeauftragter, Brandschutzhelfer und AED-Unterweisung
  • APQP-Projektplanung, PPAP/PPF und Qualitätsprozesse
  • Netzwerke, Datenbanken, CMS, Cloud- und Office-Systeme

Leitung und Ehrenamt

Über rund fünf Jahre leitete ich den gemeinnützigen Verein Naturkindergarten Bad Schwalbach e. V. ehrenamtlich und trug dabei umfassende Verantwortung: als erster Vorsitzender sowie in der organisatorischen Leitung, mit Personalverantwortung, Verwaltung, Öffentlichkeitsarbeit und technischer Betreuung. Dazu gehörten Vertrags- und Finanzthemen, Abstimmungen mit dem Landkreis und dem Kreisjugendamt sowie die jährliche Beantragung von Fördermitteln beim Land Hessen. Außerdem engagierte ich mich als Betreuer beim Familienunterstützenden Dienst der Stiftung Scheuern.

Beruflicher Austausch

Offen für Aufgaben, die Menschen, Struktur und Gestaltung verbinden.

Ich suche nicht nach einer beliebigen Veränderung. Wenn eine Aufgabe fachlich, menschlich und ethisch zu mir passt – in der sozialen Arbeit, an einer Schnittstelle zu Technik und Organisation oder in einem besonderen Projekt – freue ich mich über eine persönliche Anfrage von Arbeitgebern, Headhuntern und Projektpartnern.

Mein berufliches Profil ist direkt erreichbar: LinkedIn.

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Meine Haltung

Freiheit braucht Haltung.

Sexuelle Freiheit bedeutet für mich nicht, dass alle Menschen dasselbe wollen oder gleich leben sollen. Sie bedeutet, dass Menschen ihre eigenen Entscheidungen treffen dürfen – ohne Beschämung, ohne verdeckten Druck und ohne die Grenzen anderer zu verletzen.

Würde vor Norm

Kein Körper verliert seinen Wert durch Alter, Behinderung, Leistungsfähigkeit, Herkunft, Identität, Form oder gesellschaftliche Erwartungen.

Selbstbestimmung

Monogamie, offene Beziehungen, Enthaltsamkeit oder gelebte Lust können freie Wege sein. Entscheidend ist, ob ein Mensch sie wirklich selbst wählt.

Einvernehmlichkeit

Ein Ja ist nur dann frei, wenn ein Nein ebenso sicher ausgesprochen und respektiert werden kann. Kommunikation, Grenzen und Fürsorge gehören dazu.

Verantwortung

Freiheit blendet Verletzlichkeit, Machtunterschiede und Folgen nicht aus. Sie wird glaubwürdig, wenn Menschen Verantwortung füreinander übernehmen.

Liebe ist kein Besitz. Freiheit ist kein Zwang. Und ein Ja verliert seinen Wert, wenn ein Nein keinen Schutz genießt.

Lustria und Lysara

Eine Welt, die größer wurde als ihre erste Geschichte.

Lustria ist für mich weit mehr als ein einzelnes Buch oder eine erfundene Kulisse. Aus Geschichten entwickelte sich ein spiritueller, philosophischer, kultureller und körperbezogener Denkraum. Lustria fragt, welche Regeln Menschen wirklich schützen – und welche Regeln vor allem Scham, Besitzdenken oder Ausgrenzung bewahren.

Lysara gehört zu den zentralen Figuren dieser Welt. Sie erscheint als Prophetin der heiligen Lust im erwachsenen literarischen Zusammenhang, ist eine Figur aus dem Buch Lustria und trägt zugleich eigene Geschichten. In den Kinderbüchern öffnet sie einen klar altersgerechten Raum für Licht, Mut, Vielfalt, Fantasie und Selbstwert.

Dass dieselbe Figur zu jungen und erwachsenen Menschen sprechen kann, ist kein Widerspruch. Entscheidend ist die klare Trennung der Inhalte und Zielgruppen. Kinder brauchen Schutz und verständliche Geschichten; Erwachsene dürfen sich mit Körper, Sinnlichkeit, Spiritualität und gesellschaftlichen Normen in ihrer ganzen Tiefe auseinandersetzen.

Drei Zugänge zu einer gemeinsamen Welt: Lustria als Grundlage, Lysara als Prophetin und Lysara als altersgerecht erzählte Wegbegleiterin.

Buchcover Das Buch Lustria von Thilo Fuchs
Das Buch Lustria
Buchcover Die Geschichte von Lysara – Prophetin der heiligen Lust
Die Geschichte von Lysara
Buchcover Lysara – Das Mädchen aus Licht und Mut
Lysara für Kinder und Familien

Mein Schaffen

Viele Ausdrucksformen. Eine klare Handschrift.

Bücher, Musik, Bilder und laufende Projekte sind für mich keine voneinander getrennten Inseln. Sie stellen dieselben grundlegenden Fragen in unterschiedlichen Sprachen: Wer darf ich sein? Was habe ich nur übernommen? Wo beginnt Freiheit – und welche Verantwortung bringt sie mit sich?

Literatur

Bücher für Erwachsene, Kinderbücher, kurze Schriften und die vier Bände von Lysaras Jahreskreis der heiligen Lust verbinden Fantasie, Körperlichkeit, Selbstwert und gesellschaftliche Fragen. Der Jahreskreis begleitet dabei wie ein literarischer Kalender durch das Jahr – mit einem neuen Impuls für jeden Tag.

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Musik

Songs und Klangwelten geben Gedanken eine andere Form. Musik kann etwas fühlbar machen, bevor es vollständig erklärt werden kann – persönlich, poetisch und verbindend.

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Künstlerische Fotografie

Mit Fotografie entwickle ich eine persönliche Bildsprache für Themen, die auch meine Literatur und Musik prägen: Persönlichkeit, Körperwürde, Selbstbestimmung und Begegnung. Eigene Bildideen, Licht, Perspektive und die Auswahl der Aufnahmen gehören zu meiner gestalterischen Arbeit. Daraus entstehen Porträts, Bildreihen sowie sinnliche und körperbezogene Arbeiten.

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Aktuelles und Projekte

Neue Texte, Bilder, Musik und klare Fragen sollen im Gedächtnis bleiben, geteilt werden und Gespräche auslösen. Die Wirkung darf stark sein; die Entscheidung des Gegenübers muss frei bleiben.

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Fotografie und Dokumentation

Menschen, Bildideen und persönliche Perspektiven.

Ausgangspunkt meiner fotografischen Arbeit sind eigene Themen und Bildideen. Mich interessieren reale Menschen, persönliche Geschichten, sichtbare Stärke und Verletzlichkeit. Im Austausch mit den Beteiligten entwickle ich ein Konzept und gestalte Licht, Perspektive und Atmosphäre. Die Auswahl und Zusammenstellung der Bilder machen meine persönliche Sicht auf das jeweilige Thema sichtbar.

Für passende künstlerische Projekte und fotografische Auftragsarbeiten bin ich offen. Voraussetzung ist, dass die Idee zu meinem Schaffen passt und Raum für meine eigene Gestaltung lässt. Ob eine Zusammenarbeit gegen Honorar oder auf TFP-Basis stattfindet, vereinbaren wir vorab. Schriftliche Absprachen, Einvernehmlichkeit und die Kontrolle der abgebildeten Personen über Bildauswahl, Nutzung und Veröffentlichung gehören dabei zu den Grundlagen.

Das dokumentarische Buchprojekt „Verkörperte Lust: Stimmen, Bilder, Berührungen“ verbindet Interviews, Porträts und persönliche Perspektiven.

Ein Bild ist für mich dann gelungen, wenn ein Mensch darin nicht zum Objekt wird, sondern als Person sichtbar bleibt.

  • klare Kommunikation vor dem Shooting
  • Einvernehmlichkeit in jeder Phase
  • Transparenz über Nutzung und Veröffentlichung
  • Schutz persönlicher Grenzen und sensibler Inhalte

Woran ich glaube

Menschen müssen nicht in eine Form passen, um wertvoll zu sein.

Meine berufliche und kreative Arbeit verbindet ein gemeinsamer Gedanke: Würde ist keine Belohnung für Leistung, Anpassung oder gesellschaftliche Anerkennung. Sie gehört jedem Menschen. Vielfalt ist deshalb für mich kein dekoratives Schlagwort, sondern eine praktische Verpflichtung – in Sprache, Bildern, Beziehungen, Pflege, Pädagogik und Öffentlichkeit.

Ich möchte Menschen nicht sagen, was sie denken, lieben oder leben müssen. Ich möchte Fragen so stellen, dass vermeintliche Selbstverständlichkeiten sichtbar werden. Gute Geschichten, Bilder und Lieder können irritieren, trösten, provozieren und neue Perspektiven öffnen. Sie sollten aber immer genügend Freiheit lassen, damit ein Mensch zu seiner eigenen Antwort gelangen kann.

Von hier aus weiter

Entdecke, was dich anspricht.

Diese Website bringt meine Bücher, Musik, Fotografie, Lustria und laufenden Projekte unter einem gemeinsamen Dach zusammen. Du kannst mit einem einzelnen Werk beginnen – oder einer Frage folgen, die dich nicht mehr loslässt.

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